60 über Nacht

 

Kurze Reflektion anläßlich meines 60. Geburtstags.

 

Wie fühlt es sich an, wenn man 60 ist?
Das sind offensichtlich die üblichen Geburtstagsfragen und meine Antwort kann da nur lauten:
Wundervoll, denn nun bin ich Pensionistin, bekomme künftig meine Alterspension ausbezahlt, fahre Halbpreis mit der Bahn und, und, und…

Angst, weil die Lebenshälfte schon um einiges überschritten ist, habe ich nicht. Wovor sollte ich auch Angst haben? Mein Leben verläuft in geordneten Bahnen.

Meine Söhne sind zwei talentierte, kreative Menschen, die ihren Platz im Leben gefunden haben und der ältere der Beiden, macht mich im Februar zur Großmutter.
So richtig gepatzt kann ich also auch in der Kindererziehung nicht haben.

Mein Leben habe ich seit jeher auf die Gegenwart ausgerichtet und bin damit gut gefahren. Ich habe nie einen Sinn darin gesehen, Vergangenem nachzutrauern oder mir Kopfzerbrechen über meine Zukunft zu machen.
Das mag Vielen oberflächlich erscheinen, aber es kommt doch ohnehin wie es kommt.

Weiße Haare habe ich schon, die brauch ich mir nicht mehr, ob trübsinniger Gedanken, wachsen zu lassen und wenn ich ehrlich bin, dann ist “Trübsinn” ein Wort, welches in meinem Leben keinen Platz hat.

 


Familie und Freunde haben also diesen denkwürdigen Geburtstag gemeinsam mit mir gefeiert und es war genauso ein Fest, wie ich es liebe.
Gute Gespräche mit lieben Menschen, gutes Essen und gute Musik, dargeboten von einem Freund, als kleines Geburtstagskonzert speziell für mich.