Einkaufen, Stauballergie und Palmbuschen




Weil mir am Morgen nicht unbedingt nach malen war, habe ich beschlossen, unsere Nahrungsmittelvorräte aufzufüllen, damit ich der Heerschar von Verwandten zu Ostern, freßtechnisch gesehen, Parole bieten kann.

Von Burgkirchen ging’s zuerst nach Simbach und dann wieder zurück nach Braunau. Nach 3 Stunden Intensivshopping war der Kofferraum bzw. waren die Klappboxen in demselbigen gefüllt.


Die Sonne schien wunderbar, mir war so richtig nach noch-nicht-nach-Hause-fahren und deshalb beschloß ich, mir noch ein paar Häuser, die leerstanden, auf dem Heimweg anzusehen.


Nach dieser Sightseeingtour trieb mich die Vernunft – na ja, es war wohl eher die Angst, daß das Fleisch und der Fisch im Kofferraum verderben könnte – schnurstracks nach Hause.

Mich traf beinahe der Schlag, denn mein Schlafzimmer war zwischenzeitlich zur Baustelle mutiert, da ein Handwerker beschlossen hatte, daß ein sonniger Samstag, ein ausgezeichneter Tag zum Mauer aufstemmen sei, als Vorbereitungsarbeit für die Energie AG, die nach dem Sturm entschieden hatte, daß bei uns die Strommasten abgetragen und Erdkabel verlegt werden.

Nach mehreren Hustenanfällen, dem Verstauen der Lebensmittel und der Unlust zu kochen, die mich plötzlich angesichts des Staubs übermannte, befand ich, daß Flucht der einzig gangbare Weg wäre, schwang mich auf’s Rad und ward nicht mehr gesehen….

 

Wie es der Zufall so wollte, war im Veranstaltungszentrum ein Osterbasar bei dem es neben Osterdekorationen, auch noch Kaffee und Kuchen und Torten gab.

 

Ach, Torten gab es da…

 Ich vernahm das leise Raunen der Himbeersahnetorte: ‘Nimm mich, nimm mich’ und schon war mein Helfersyndrom wieder zugange.

Ich verhalf der Torte zu ihrem Platz in meinem Magen und damit ihr nicht zeitlang wurde, sorgte ich dafür, daß sie Gesellschaft von einem weiteren Stück bekam.

 

Schlechtes Gewissen? Nein! Warum denn?

Am Mittwoch geh’ ich wieder turnen und dann passt’s scho’ wieder.


Nach Hause geradelt bin ich mit einem Palmbuschen bewaffnet und sah dem Staub zwei Tortenstücke gelassener entgegen.